September 2014
M D M D F S S
« Jul    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  


Splatterwelt.ch



Dawn of the Planet of the Apes (2014) [Film-Review]

am 25. Juli 2014 unter Action, Creature, Drama, Endzeit, Science-Fiction abgelegt

Dawn of the Planet of the Apes

klicken für Vollansicht

Land: USA
Jahr: 2014
Regisseur:
Matt Reeves
Schauspieler: Andy Serkis, Gary Oldman, Judy Greer, Keri Russell, Kodi Smit-McPhee, Toby Kebbell, Jason Clarke, Kirk Acevedo, Kevin Rankin, Keir O’Donnell, Enrique Murciano, Christopher Berry…
Laufzeit:
ca. 130 Minuten
Altersfreigabe:
Ab 12 Jahren
Release-Datum: 7. August 2014 (Kino - WarnerFox)
Offizielle Homepage: www.dawnoftheplanetoftheapes.ch

Inhalt: Der vor zehn Jahren freigesetzte Virus hat den grössten Teil der Menschheit ausgerottet, und die wenigen Überlebenden hausen in städtischen Ruinen. Während einer Expedition trifft eine Gruppe, angeführt von Malcom (Jason Clarke), auf ein intelligentes Volk der Affen, das im Wald unter der Führung von Caesar (Andy Serkis) lebt. Malcom und Ellie (Keri Russell) erkennen, dass diese wie die Menschen nur verteidigen wollen, was ihnen wichtig ist: ihre Heimat, ihre Familien und ihre Freiheit. Gemeinsam plädieren sie für gegenseitiges Verständnis und erwirken ein Friedensabkommen, das jedoch von kurzer Dauer ist. Für Dreyfus (Gary Oldman) sind die Affen schuld am Virus und damit die erklärten Feinde. Er findet zahlreiche Anhänger, die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Ein letzter Eklat scheint unausweichlich – es kommt zum Kampf, der die Vorherrschaft über die Erde endgültig entscheiden soll. (Fox-Warner)

Einige Bilder zum Film


klicken für Vollansicht

Mein Fazit:

Es gibt ihn doch! Den Sommer-Blockbuster, bei welchem man nach der Visionierung nicht mit Kopfweh das Kino verlässt. Kopfschmerzen aufgrund der visuellen und akustischen Volldröhnung, gemischt mit einer Leere, da die Hirnzellen so rein gar nicht gefordert wurden. Und dann der Lichtblick: DAWN OF THE PLANET OF THE APES, das Sequel zum Prequel des Reboots, stellt alles Andere in diesem Sommer in den Schatten.

Matt Reeves’ Ansatz für seinen 3. Spielfilm hebt sich gekonnt von der Massenware ab. Anstelle von überbordendem Action-Kino mit unzähligen Bösewichten, fokussiert sich der Film auf das Duell Gut gegen Böse sowie Mensch gegen Affe. Dabei werden die Affen ins Zentrum gestellt. Caesar ist der Hauptdarsteller, seine Mit-Affen die Nebendarsteller und der Mensch fungiert als Statist.

In keinem anderen Film in diesem Sommer wird der Zuschauer gezwungen Untertitel zu lesen. Bei diesem Film gehört dies aber zum Konzept, denn schliesslich können Affen (noch) nicht sprechen, aber kommunizieren natürlich trotzdem miteinander. Dass so etwas in einem millionenschweren Hollywood-Film jemals der Fall sein wird, irgendwie unvorstellbar - bis jetzt. Matt Reeves zieht es durch und es geht perfekt auf.

Die Figuren, dabei natürlich allen voran die Affen, sind grossartig. Man fühlt und leidet mit den Protagonisten mit, Spannung ist während der kompletten Laufzeit vorhanden und auch die Action kommt nicht zu kurz. Das Gleichgewicht von Story und Figuren mit Explosionen und Action ist bei DAWN OF THE PLANET OF THE APES perfekt ausbalanciert.

Im Herzen ist die 3. Regie-Arbeit von Matt Reeves aber natürlich trotz allem Aussergewöhnlichem durch und durch ein Blockbuster. Das zeigt sich vor allem in einigen wenigen Story-Verläufen, die nach klassischem Hollywood-Muster ablaufen.

DAWN OF THE PLANET OF THE APES ist eine starke Fortsetzung, die grossartiges Blockbuster-Kino liefert, und mitunter überrascht, weil sich der Film von der Masse abhebt. Ein erfrischender Wind in den Kinos, in diesem bis jetzt wenig überzeugenden Kino-Sommer.

4/5 Totenköpfen

US-Trailer


Link

Bilder: © Warner-Fox. All Rights Reserved

Godzilla (2014 - Remake) [Film-Review]

am 11. Mai 2014 unter Abenteuer, Action, Creature, Creature-Invasion, Monster, Science-Fiction abgelegt

Godzilla


klicken für Vollansicht

Land: USA, Japan
Jahr: 2014
Regisseur:
Gareth Edwards
Schauspieler: Bryan Cranston, Elizabeth Olsen, Sally Hawkins, Aaron Taylor-Johnson, Juliette Binoche, Ken Watanabe, David Strathairn, Victor Rasuk, CJ Adams, Al Sapienza, Richard T. Jones, Brian Markinson…
Laufzeit:
ca. 123 Minuten
Altersfreigabe:
Ab 14 Jahren
Release-Datum: 15. Mai 2014 (Kino - WarnerFox)
Offizielle Homepage: www.godzillamovie.com

Inhalt: 1999: Bei Bohrungen auf den Philippinen werden Überreste gigantischer Kreaturen gefunden. Etwas entkommt. Kurz darauf kommt es in dem japanischen Atomkraftwerk, bei dem der Amerikaner Joe Brody (Bryan Cranston) beschäftigt ist, zu einer Katastrophe. 15 Jahre später ist die Großstadt rund um das Kraftwerk als atomar verseuchtes Sperrgebiet deklariert. Doch Brody glaubt die offizielle Version des Grundes für das Unglück nicht (es soll ein Erdbeben gewesen sein). Als sein beim Militär beschäftigter Sohn Ford (Aaron Taylor-Johnson) nach Japan reist, um seinen Vater zur Heimkehr in die USA zu bewegen, wird er von diesem zu einem letzten Trip in die gesperrte Zone überredet. Dort erkennt Joe Brody die gleichen Warnzeichen wie vor 15 Jahren und bald bricht auch schon das Chaos über die Gegend herein. Ein Monster, das kurz darauf auf den Namen Muto getauft wird und sich von Atomkraft ernährt, hinterlässt eine Schneise der Zerstörung. Während das Monster gen Hawaii zieht, sucht das US-Militär verzweifelt nach einem Weg es zu stoppen. Ichiro Serizawa (Ken Watanabe), der die Urzeitmonster seit Jahrzehnten erforscht, glaubt die einzige Lösung zu kennen: ein sagenumwobenes weiteres Monster und Mutos natürlicher Feind: Godzilla! (Filmstarts.de)

Einige Bilder zum Film


klicken für Vollansicht

Mein Fazit:

GOJIRA ist zurück auf der Grossleinwand. Zuletzt im Kino zu sehen war der “King of the Monsters” im Jahr 1998 im Remake von Roland Emmerich. Dieses Mal übernimmt Jung-Regisseur Gareth Edwards (Monsters) das Zepter. Und wenn man dem Marketing Glauben schenkt, dann verspricht Edwards Film, endlich wieder eine würdiger GODZILLA-Film zu werden.

Schon alleine der Cast lässt aufhorchen. Mit Bryan Cranston, Juliette Binoche, Ken Watanabe, sowie den beiden Jung-Stars Elizabeth Olsen und Aaron Taylor-Johnson, hat Gareth Edwards einen illustren und für einen Blockbuster doch eher untypischen Cast zusammengebracht. Im Film funktioniert der Cast dann auch wunderbar. Vor allem Cranston ist in seiner Rolle einmal mehr eine Bereicherung. Schade nur, dass bis auf Taylor-Johnson die meisten Figuren sehr wenig Screen-Time haben. Dazu kommt, dass die menschliche Hauptfigur (Soldat Brody), die von Taylor-Johnson gespielt wird, leider die am wenigsten Interessante von allen ist. Soldat Brody ist keine Figur, die den ganzen Film tragen kann. Hier hätte der Fokus besser ausgerichtet werden müssen.

Der eigentliche Hauptdarsteller des Filmes ist aber natürlich GODZILLA. Doch es dauert eine ganze Weile bis das Urzeitmonster auf der Leinwand in voller Pracht in Erscheinung tritt. Das ist jedoch nicht schlecht, sondern durchaus positiv. Denn Edwards erzählt zuerst eine Geschichte und gibt seinen Figuren einen glaubwürdigen Background. Dies gelingt ihm auch, bis zu einem gewissen Punkt. GODZILLA selber sieht grossartig und imposant aus. Wenn es losbrüllt, dann zittert das Trommelfeld. So muss das sein.

Der Höhepunkt und Schluss des Filmes ist ein genial inszenierter Kaiju-Fight. Vorher wird dieser mindestens 2 Mal angedeutet, aber erst beim 3. Mal bekommt man diesen lang erwarteten Showdown wirklich zu sehen über. Der Zuschauer wird hier leider unverständlicherweise mehrere Male vertröstet: Fight wird angedeutet und dann gibt es einen Ortswechsel und das Ganze beginnt wieder von vorne. Hierbei birgt der Film ein gewisses Frustrations-Risiko. Schade.

Grundsätzlich ist der Film jedoch unterhaltend. Es gibt einige schöne Hommagen an das japanische Original von 1954. Inhaltlich ist der Film jedoch kein Remake, welches die Original Vorlage einfach in die heutige Zeit transferiert. Es wird eine neue und eigenständige Geschichte erzählt. Auch die atomkritischen Haltung des japanischen Originals ist in Gareth Edwards Version unterschwellig spürbar.

Dieser GODZILLA ist um Welten besser als der Emmerich Film und im Kaiju-Vergleich auch viel besser als PACIFIC RIM. Allerdings bleibt das japanische Original noch immer unangetastet. Trotzdem sehenswert!

3.5/5 Totenköpfen

US-Trailer


Link

Bilder: © Warner-Fox. All Rights Reserved. ; Poster: IMP Awarads

Snowpiercer (2013) [Film-Review]

am 29. April 2014 unter Action, Drama, Endzeit, Thriller abgelegt

Snowpiercer

Snowpiercer

Snowpiercer_grossSnowpiercer_1Snowpiercer_2

klicken für Vollansicht

Land: Südkorea, USA, Frankreich, Tschechien
Jahr: 2013
Regisseur:
Joon-ho Bong
Schauspieler: Chris Evans, Alison Pill, Jamie Bell, Tilda Swinton, John Hurt, Ed Harris, Octavia Spencer, Ewen Bremner, Luke Pasqualino, Song Kang-ho, Kenny Doughty, Steve Park…
Laufzeit:
ca. 126 Minuten
Altersfreigabe:
Ab 14 Jahren
Release-Datum: 30. April 2014 (Kino - Ascot Elite)
Offizielle Homepage: www.snowpiercer.de

Inhalt: Nach einem missglückten Versuch, die globale Erwärmung zu stoppen, versinkt die Erde in einer neuen Eiszeit. Die wenigen Überlebenden sammeln sich in einem 650 Meter langen Zug, der durch die Eiswüste rast – ohne je anzuhalten. Innerhalb des Zuges existiert eine strikte Klassengesellschaft. Die große Masse lebt in elenden Verhältnissen im hinteren Zugteil, während eine kleine, reiche Minderheit in den vorderen Waggons ihren Luxus genießt. Doch unter den Passagieren des Prekariats macht sich Revolutionsstimmung breit. Der junge Anführer Curtis und sein Kumpane Edgar planen einen Aufstand, der Wilford, den Erfinder und Herrscher des Zuges, stürzen soll. Stattdessen soll Gilliam, das weise Oberhaupt der dritten Klasse, dessen Amt übernehmen… (Ascot Elite)

Einige Bilder zum Film

Snowpiercer_3Snowpiercer_4
Snowpiercer_5Snowpiercer_6

klicken für Vollansicht

Mein Fazit:

Was entsteht, wenn der südkoreanische Film-Autor und Regisseur Joon-ho Bong seinen ersten englischsprachigen Film dreht, mit Hollywood-Schauspielern sowie 40 Mio US-Dollar Budget? Ein Anti-Blockbuster mit dem Namen SNOWPIERCER.

Blockbuster deshalb, weil der Film optisch und produktionstechnisch durchaus als ein solcher angesehen werden kann. Und trotzdem, der Film ist alles andere als ein Blockbuster. Inhaltlich ist Joon-ho Bongs Film das pure Gegenteil zur üblichen Hollywood-Masse: Der Held macht Fehler, keine Figur ist sicher vor dem Tod und Gewalt wird in unbeschönigt gezeigt, aber nicht zelebriert.

Man kann sich natürlich über das unlogische, vielleicht sogar dämliche, Konzept des Filmes echauffieren. Es sei jedoch gesagt, dass SNOWPIERCER natürlich ein Science-Fiction Film ist. Und das wird auch nicht versteckt. Joon-ho Bong spielt sogar mit den Genre-Elementen, indem er diese wunderbar demontiert.

Die Stärke von SNOWPIERCER liegt klar bei dem, was sich im Zug drinnen abspielt: Vor allem im Kampf der Klassengesellschaften - genial inszeniert, spannend, treibend und kritisch. Joon-ho Bong widerspiegelt in seinem Zug, und den einzelnen Waggons, wunderbar wo die Probleme einer zukünftigen, aber auch gegenwärtigen, Gesellschaft liegen. Was passiert, wenn sich Arm gegen Reich aufwiegelt? Wer ist böse, wer ist gut? Dürfen Einzelne über das Leben Vieler entscheiden? Was für Pfeiler braucht eine Gesellschaft um überhaupt funktionieren zu können?

SNOWPIERCER ist klug, ironisch und unglaublich packend. Starke Science-Fiction, ein starker Anti-Blockbuster.

4.5/5 Totenköpfen

US-Trailer


Link

Bilder: © Ascot Elite All Rights Reserved. ; Poster: IMP Awarads