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Splatterwelt.ch



Archiv des Monats Oktober 2007

Noel Poeta da Vila [Film-Review]

am 07. Oktober 2007 unter Drama, Zurich Film Festival abgelegt
Noel Poeta da Vila

Land: Brasilien
Jahr: 2006
Regisseur: Ricardo Van Steen
Schauspieler:
Rafael Raposo, Camila Pitanga, Lidiane Borges, Laura Lustosa, Rui Resende, Paulo César Peréio, Flavio Bauraqui, Jonathan Haagensen, Carol Bezerra, Supla
Fabrizio Fasano, Rodrigo Amim…

Rio de Janeiro, 1920: Noel Rosa, Sohn aus bürgerlichem Haus in Vila Isabel, dem Viertel der weissen Mittelschicht, sollte eigentlich Medizin studieren. Doch lieber verfasst er Gedichte, pflegt seine Freundschaften mit schwarzen Gleichaltrigen aus den Favelas und leichten Mädchen – und macht Musik. Der Gassenhauer „Come que roupa“, der die brasilianische Nationalhymne parodiert, steht am Anfang von Noel Rosas Triumph als Erneuerer der brasilianischen Populärmusik, des Samba. Doch das fiebrigintensive Leben fordert seinen Tribut. Der Poet und Philosoph stirbt im Alter von 26 Jahren an Tuberkulose. Sein musikalischer Nachlass, 259 Kompositionen, gehören bis heute zum Standardrepertoire. Der Film beschreibt eindrücklich die Lebensstationen des Mannes, der dem Samba neues Leben eingehaucht und ihn so ausgeformt hat, wie wir ihn heute kennen. (Zurich Film Festival)

"Noel" erinnerte mich teilweise sehr stark an die anderen Lebensverfilmungen bekannter Künstler. Vor allem die Paralellen zu "Ray" sind unübersehbar. Wie bei Ray steht auch hier vor allem die Musik und das Liebesleben der beiden Musiker im Vordergrund. Der einzige Unterschied ist wohl im Budget, "Noel" ist nämlich eine totale Low-Budget Produktion.

Der Film funktioniert hauptsächlich wegen dem genialen Hauptdarsteller, von welchem man wirklich das Gefühl hat, dass er Noel ist.

Irgendwann ist das Thema halt ein bisschen ausgelutscht, vor allem wenn immer das Liebesleben thematisiert wird. Schade… Allerdings ist der Film dennoch sehenswert!

7/10

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The Caterpillar Wish [Film-Review]

am 07. Oktober 2007 unter Drama, Zurich Film Festival abgelegt

The Caterpillar Wish

The Caterpillar Wish

Land: Australien
Jahr: 2006
Regisseur: Sandra Sciberras
Schauspieler:
Elspeth Ballantyne, Nicholas Bell, Khan Chittenden…

Inhalt: Die 17-jährige Emily will eruieren, wer ihr Vater war. Er soll ein Tourist gewesen sein, der seit einer flüchtigen Begegnung mit ihrer Mutter nie mehr gesehen wurde. Damit gibt sich Emily aber nicht zufrieden. Auf der Suche nach ihren Wurzeln fotografiert und dokumentiert sie alle Männer, die in der kleinen Küstenstadt auftauchen. Emilys Recherchen führen in der scheinbar idyllischen Gemeinde zu unerwarteten Enthüllungen. Ein bewegendes Drama über die Bewohner einer Kleinstadt, die durch den unbeirrbaren Willen einer jungen Frau mit völlig neuen Tatsachen konfrontiert werden.

“The Caterpillar Wish” ist ein Drama aus Australien, dass von einem Mädchen handelt, welches auf der Suche nach ihrem Vater ist. Die Geschichte ist schön aufgebaut, man hat aber zuerst so seine Mühe in die Familiengeschehnisse richtig integriert zu werden. Dies legt sich allerdings nach einer Weile, und man kann zu jedem der Charaktere eine Beziehung aufbauen.

Die Geschichte ist nett, die Schauspieler sind gut, allerdings scheitert es am Verlauf der Geschichte. Als Zuschauer wird man auf eine falsche Fährte geführt, welche am Schluss relativiert wird, und serviert bekommt man ein unzufriedenstellendes Happy-End. Schade, dass die Regisseurin auf ein “gutes” Ende pochte, das nicht in den Kontext dieses äusserst dramatischen Filmes passt.

6/10

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Immer nie am Meer [Film-Review]

am 04. Oktober 2007 unter Drama, Komödie, Zurich Film Festival abgelegt

Immer nie am Meer

Land: Österreich
Jahr: 2007
Regisseur: Antonin Svoboda
Schauspieler:
Christoph Grissemann, Dirk Stermann, Heinz Strunk, Philip Bialowski, Eva Maria Neubauer, Markus Hering, Gabriele Heckel, Marion Dimali, Silke Jandl, Bernhard Majcen, Alexander Rieder, Christopher Schärf…

Geschichtsprofessor Baisch, sein depressiver und tablettensüchtiger Schwager Anzengruber und ein manischer Kleinkünstler erleiden nach einer Feier einen Autounfall auf einer abgelegenen Landstrasse. Eingekeilt zwischen zwei Bäumen, bleiben sie stecken. Verletzt und ohne Aussicht auf Entkommen, warten sie auf Rettung. Ihr einziger Proviant ist eine Schüssel Heringsalat und Prosecco. Überdrehte Heiterkeit, verzweifelte Weinkrämpfe, absurde Gespräche, intime Momente – das Auto als Gefängnis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Zumindest nicht aus eigener Kraft. Trockene österreichische Groteske mit Heinz Strunk, Christoph Grissemann und Dirk Stermann. (Zurich Film Festival)

“Immer nie am Meer” spielt praktisch den ganzen Film über in einem Auto. Es ist natürlich eine Kunst den Zuschauer über 90 Minuten lang unterhalten zu können, in einem Film der (fast) nur an einem Ort spielt. Dieses Beispiel hier überzeugt teilweise, driftet aber of ins Kuriose ab.

Die Geschichte rund um den kleinen Jungen, der die 3 eingeschlossenen Herren, als Laborratten für sein Experiment benützt, ist einfach nur grotesk, und unplatziert. Ich hatte das Gefühl, als wenn der Regisseur nicht genau gewusst hatte, wie er den Zuschauer weiter unterhalten soll. Ein hochstehenderes Beispiel wie dies wunderbar klappen kann, ohne kuriose Nebengeschichten ist der spanische Film von Matias Bize “En la cama“.

Ein paar nette Ideen und Dialoge hat der Film schon vorzuweisen, ist aber sonst nichts spezielles.

6/10

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