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Splatterwelt.ch



Archiv des Monats Juni 2009

Franklyn [Film-Review]

am 27. Juni 2009 unter Drama, Fantasy, NIFFF 2009, Science-Fiction abgelegt

Franklyn

Franklyn

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Land: Frankreich, Grossbritannien
Jahr: 2008
Regisseur:
Gerald McMorrow
Schauspieler: Sam Riley, Jay Fuller, Eva Green, Bernard Hill, Art Malik, Kika Markham, Ryan Phillippe, Gary Pillai, Chris Wilson, Mark Wingett, Susannah York
Laufzeit: ca. 88 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Offizielle Homepage: -
VÖ-Datum Schweiz: Läuft am NIFFF 2009 - 20. August 2009 (DVD - Ascot Elite)

Inhalt: “Mein Name ist Jonathan Preest und heute Nacht werde ich einen Mann töten!” Wer das Opfer ist und welche Bedeutung die Tat für den Lauf der Welt hat, erfahren wir im Schlussakt dieses ausgeklügelten Vexierspiels, das seine Zuschauer dank des prophetischen Einstiegs und vor allem mit seinen großartigen neo-barocken Fantasy-Kulissen ab der ersten Sekunde in den Bann zieht.

Während in der vom Klerus beherrschten düsteren Gothic-Metropole Meanwhile City unser maskierter Held Preest, unerbittlich angetrieben von seinem Plan “The Individual” auszulöschen, gegen die Schergen der religiösen Tyrannen kämpft, treffen wir parallel im heutigen London auf drei verschiedene Schicksale: Ein verzweifelter Vater sucht seinen verlorenen Sohn, ein junger Mann mit gebrochenem Herz findet seine Jugendliebe wieder und Studentin Emilia steigert sich in zunehmend morbidere Kunstprojekte hinein. Wie klug arrangierte Figuren in einem Schachspiel prallen die Protagonisten beider Welten machtvoll aufeinander bis zum alles entscheidenden Finale.

Einige Bilder zum Film:

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Mein Fazit:

Wenn man Franklyn beschreiben müsste, wäre wohl der Begriff Puzzle am besten dafür geeignet, denn man kommt mit jeder Szene der Lösung ein bisschen näher.

Gerald McMorrows erster Spielfilm ist eine wunderbar verschachtelte Geschichte, mit viel Liebe zum Detail. Wer sich genau achtet, wird immer wieder Hinweise auf die Lösung finden, oder wiederkehrende Figuren entdecken. Der Clou des Filmes ist irgendwann aufgedeckt, allerdings entstehen aus dieser Auflösung wiederum Fragen, welche nicht mehr vom Film gelöst werden. So kann der Zuschauer sich selber seine Ideen zusammenspinnen und muss die neuen Fragen selber beantworten…

Mir persönlich hat der Storyaufbau sehr gut gefallen, und auch visuell ist der Film eine Augenweide. Der Clou des Filmes hatte ich relativ schnell aufgedeckt, was leider auf Lasten der Spannung ging. Der Schluss war dann etwas unbefriedigend, da ich gerne noch ein paar Infos mehr bekommen hätte. Ich schwimme zur Zeit  in den vielen Hinweisen und Anspielungen die der Film einem gibt (Vor allem im Bezug auf das offene Ende). Trotzdem ist “Franklyn” ein sehr interessantes und beeindruckendes Erstlingswerk, welches man nur empfehlen kann…

3.5/5 Totenköpfen

Trailer


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Just Another Love Story [Film-Review]

am 24. Juni 2009 unter Drama, Film Noir, NIFFF 2009, Romantik, Thriller abgelegt

Just Another Love Story

Bedingungslos

Kærlighed på film

Just another love story

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Land: Dänemark
Jahr: 2007
Regisseur: Ole Bornedal
Schauspieler: Anders W. Berthelsen, Rebecka Hemse, Nikolaj Lie Kaas, Charlotte Fich, Dejan Cukic, Karsten Jansfort, Flemming Enevold, Bent Mejding, Ewa Fröling, Josephine Raahauge, Timm Vladimir, Ditte Hansen…
Laufzeit: ca. 104 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Offizielle Homepage: http://www.kaerlighedpaafilm.dk/
Schweizer Veröffentlichungsdatum: 26. Juni 2009 (Kino - Ascot Elite)

Inhalt:
Ein schrecklicher Autounfall katapultiert eine fremde Frau mit Gedächtnisverlust in Jonas Leben. Der gestandene Familienvater gerät in den Bann der schönen Frau und ihres Geheimnisses. Er beginnt, ein Doppelleben zu führen und übernimmt die Rolle eines anderen Mannes. Er ahnt nicht im Geringsten, dass seine Sehnsucht nach einem aufregenderen Leben krasse Konsequenzen für ihn, seine Familie, seine Freunde und seine neue Geliebte haben wird. Weil Jonas sich mitschuldig fühlt am schrecklichen Autounfall von Julia, sucht der brave Familienvater die im Koma liegende junge Frau im Krankenhaus auf. Dort wird der Polizeifotograf von ihrer Familie für ihren Freund Sebastian gehalten, den sie auf einer Reise durch Asien kennen gelernt hat. Erst unfähig und später unwillig, das Missverständnis aufzuklären, hilft Jonas der aus dem Koma erwachten, aber unter Gedächtnisverlust leidenden und nahezu erblindeten Julia, zurück ins Leben zu finden. Und er verliebt sich in sie. Zunehmend in einen Strudel widersprüchlicher Gefühle geratend, schlägt Jonas trotz mysteriöser Ereignisse und bedrohlicher Begegnungen alle Warnungen in den Wind. Schließlich geht er ganz in der Rolle des Sebastian auf, verlässt Frau und Kinder und lebt fortan mit Julia zusammen, die schwanger ist. Doch eines Tages taucht ein Mann auf, der sich Jonas nennt, und Julia erinnert sich mehr und mehr daran, wer Sebastian wirklich war …

Einige Bilder zum Film:

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Mein Fazit:

“Beautiful women and a mystery. Isn’t that how all film noirs begin?”

Man kann es einfach nicht genug schreiben: Das dänische Kino überrascht einem immer wieder. Konnten es zuletzt international vor allem durch schwarze Komödien auf sich aufmerksam machen, avancierte das düstere Liebes-Drama von Ole Bornedal zum erfolgreichsten Film Dänemarks überhaupt! Und dies natürlich nicht ohne guten Grund.

“Just another love story” ist eine düstere Odyssee in die Welt der Liebe. Bornedal zeigt zu Beginn des Filmes 3 Liebesszenen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, um dann mit “just another love story” den Film offiziell zu starten. Was man zu diesem Punkt natürlich noch nicht weiss, alle diese 3 Szenen sind miteinander verbunden und wurden aus dem Kontext des Filmes herausgerissen. Dadurch liefert Bornedal nicht nur einen interessanten Filmstart ab, sondern regt den Zuschauer auch dazu an, sich Gedanken zur Dehnbarkeit des Begriffs Liebe zu machen.

Die Story ist das Kernstück dieses modernen Film-Noirs. Die Verschachtelung der Geschichte, welche vor allem zu Beginn zum Zuge kommt zieht den Zuschauer in seinen Bann und macht ihn gierig auf die kommenden Ereignisse. Immer spannend und vorantreibend inszeniert, tolle Bilder untermalt von einer bezaubernden Filmmusik und mit der nötigen Prise Gewalt, versetzt “Just another love story” den Zuschauer in einen düster euphorisierten Zustand.

Hauptgrund weshalb dieses Kammerspiel glaubhaft funktioniert, sind die tollen Charaktere und deren spielenden Schauspieler. Ohne einer der Story würdigen Darbietung wäre dieser Film nicht das, was er ist.

“Just another love story” ist sicher eines der Kinohighlights 2009. Und man sehnt sich immer mehr nach neuem Film-Stoff aus dem kalten Norden…

4.5/5 Totenköpfen

Englischer Trailer


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Dead Snow [Film-Review]

am 21. Juni 2009 unter Horror, Krieg, NIFFF 2009, Splatter, Zombie abgelegt

Død snø

Dead Snow

Dead Snow

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Land: Norwegen
Jahr: 2009
Regisseur: Tommy Wirkola
Schauspieler: Vegard Hoel, Stig Frode Henriksen, Charlotte Frogner, Jenny Skavlan, Jeppe Beck Laursen
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Altersfreigabe: 16 (NIFFF)
Offizielle Homepage: www.deadsnow.com
VÖ-Datum Schweiz: Läuft am NIFFF 2009 (Norwegische DVD bereits erhältlich!)

Inhalt: Es kommt ja wirklich nie gut, wenn sich libidinöse Jugendliche für Ski und Trank in die Berge begeben! Nachdem sie die Warnungen eines kratzbürstigen Berglers aus der Region in den Wind geschlagen haben, stehen unsere Yuppies promt einer Horde Nazi-Zombies gegenüber. Letztere lagen seit 1945 unter einer Schneedecke und sinnen nun auf Rache… (nifff.ch)

Einige Bilder zum Film:

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Mein Fazit:

Nazi-Zombies treiben in den Bergen Norwegens ihr Unwesen, und schlachten hilflose Menschen die eigentlich nur ihren Spass haben wollten. Dies tönt doch schon einmal sehr unterhaltsam…

Leider muss gesagt sein, dass neben dem witzigen Konzept der Film nicht mehr wahnsinnig viel zu bieten hat. Die Story ist zu Beginn extremer 08/15-Schrott, mit den üblichen dummen Sprüchen, Sauf - und Sexszenen.

In der zweiten Hälfte macht der Film jedoch eine 180 Grad Kehrtwendung, und es fliesst und spritzt Blut nur so in Strömen. Bei diesem Punkt muss jedoch auch gleich gerügt werden. Leider leider leider sind extrem viele Gore-Effekte (ich würde mal behaupten 80%) computeranimiert. Für mich persönlich kann dann noch so viel Blut vorhanden sein, wenn es aus dem Computer kommt, weiss es nicht zu überzeugen. So ist es leider auch bei diesem Streifen der Fall…

Aber nicht nur beim Gore wurden Special Effects verwendet. Ob mit einem billigen Farbeffekt plötzlich Nacht erzeugt wird, oder eine Handgranate sich pulverisiert - All diese Effekte sind alles andere als gelungen und verpassen dem Film einen billigen Look.

Das Einzige was wirklich zu überzeugen vermag sind die Nazi-Zombies. Die Masken und die Outfits sehen Klasse aus, und können sogar darüber hinweg trösten, dass es Zombies 2.0 sind à la 28 Days later.

Splatter-Comedy aus dem Computer im Billiglook… Schade, im Konzept würde durchaus Potenzial für einen gelungenen Splatter-Movie stecken!

2.5/5 Totenköpfen

Sundance-Trailer


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