Martyrs [Film-Review]

Martyrs

Martyrs

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Land: Frankreich
Jahr: 2008
Regisseur: Pascal Laugier
Schauspieler: Mylène Jampanoï, Morjana Alaoui, Mike Chute
Laufzeit: ca. 95 Minuten
Altersfreigabe: ?
Offizielle Homepage: http://www.martyrs-lefilm.com/
VÖ-Datum Schweiz: 24. März 2009 (Code 1 – USA)

Inhalt: Frankreich, Anfang der 70er-Jahre, ein verlassenes Industriegelände. Keine Menschenseele ist zu sehen, als sich die zehnjährige Julie schreiend und blutend durch die staubigen Straßen schleppt, dem Wahnsinn nahe, auf der Flucht vor unbekannten Peinigern. Als sie endlich aufgefunden wird, weist ihr geschundener Körper die Merkmale monatelanger Entbehrungen auf, aber keinerlei Anzeichen sexueller Gewalt. Das Mädchen wird in ein Krankenhaus eingewiesen. Täter und Motiv bleiben im Dunkeln.

15 Jahre später klingelt es an der Tür einer vierköpfigen Familie. Als der Herr des Hauses öffnet, sieht er sich Julie gegenüber – und dem todbringenden Lauf eines Jagdgewehrs …

Einige Bilder zum Film:



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Mein Fazit:

Martyrs wurde als die nächste Stufe des Horrorkinos angepriesen. Vorschusslorbeeren hatte dieser Film wahrlich genug, jetzt galt es diese nur noch zu erfüllen!

Gore-Freaks (resp. Fans die „brutal“ sofort mit dem Blutgehalt eines Filmes in Verbindung setzen) werden von Martyrs vermutlich enttäuscht sein… Um den absolut stupiden Vergleich zu machen: Es geht Gore-Mässig weniger ab, als z. B. in Frontier(s) und Inside. Stupid deshalb, weil man die Filme in keinster Weise vergleichen kann (ausser, dass alle aus Frankreich kommen). Inhaltlich hat Paul Laugiers Werk bei weitem mehr zu bieten als die Anderen beiden zusammen, denn Martyrs ist grosses Terrorkino mit einer spannenden und bis zum Schluss nicht aufgelösten Story.

Der erste Teil des Filmes ist sehr Slasher-Mässig (Revenge) angehaucht, wird dann aber abrupt in eine andere Richtung geleitet. Spätestens ab diesem Zeitpunkt müsste jeder mitbekommen haben, dass in diesem Film mehr drin steckt als in 99% anderer „Horror-Filme“.

Dem Film zuzuschreiben ist vor allem, dass er nichts beschönigt. Es werden sich sicher viele an dem 20 Minütigen Martyrium anstossen, doch es ist genau wie bei der Vergewaltigungsszene von Irréversible -> Ohne diese Szenen würde der Film nicht funktionieren. So ist es auch bei Martyrs.

Spannend, oder auch herausragend, ist vor allem der Schluss. Er lässt sehr viel Interpretationsfreiraum und verleiht dem Film den gewissen intelektuellen Touch, welchen den Streifen von der Massenware abhebt.

„Martyrs“ bietet viel mehr als stupiden Splatter. Dieser Film entführt den Zuschauer an die psychischen Abgründe der Menschheit und liefert Terrorkino in Reinkultur! Das Ganze in einer philosophisch angehauchten Verpackung… So genial kann Horror sein!

4.5/5 Totenköpfen

1. Teaser

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2. Teaser

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Französischer Trailer

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Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus

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