4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage [Film-Review]

4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage
4 Months, 3 Weeks, 2 Days
4 Luni, 3 Saptamini Si 2 Zile


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Land: Rumänien
Jahr: 2007
Regisseur: Cristian Mungiu
Schauspieler:
Anamaria Marinca, Laura Vasiliu, Vlad Ivanov, Alexandru Potocean, Luminita Gheorghiu, Adi Carauleanu, Liliana Mocanu, Tania Popa, Teo Corban, Cerasela Iosifescu, Doru Ana, Eugenia Bosânceanu…

4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage ist Gabita schon schwanger. Die Studentin teilt sich mit ihrer Freundin Otilia ein Zimmer in einem Wohnheim. Sie hat sich gegen das Kind entschieden und möchte es abtreiben lassen. Den illegalen Schwangerschaftsabbruch soll ihr ein gewisser Doktor Bebe ermöglichen, mit dem Gabita sich zusammen mit Otilia unter falschem Namen in einem Hotel trifft. Allerdings verlangt der Arzt als Gegenleistung mehr als Geld. Das in der Ära Ceausescu angesiedelte und mit der „Goldenen Palme“ von Cannes ausgezeichnete Drama überzeugt mit starken Charakteren und beleuchtet in realistischen Bildern ein sensibles Thema. (Zurich Film Festival)

Unwissend um was es geht ging ich in diesen rumänischen Streifen. Der Film beginnt ziemlich rasant, und zeigt das Leben in einem Studentenwohnheim. Dabei klebt die Kamera förmlich an einer quirligen Blondine, die von einem Zimmer ins andere huscht. Über die Story an sich bleibt man im Dunkeln und man erfährt nicht was kommt, oder was gerade vor sich geht…

Und plötzlich.. WAM wird einem das Thema Abtreibung an den Kopf geschmettert. Die Situation klärt sich, und es läuft einem einen kalten Schauer den Rücken hinunter, wenn man zusehen muss, wie die Mädchen genötigt werden, und aus ihren hilflosen Situationen, persönlichen Vorteil gezogen wird.

Die Szenen sind überraschend lang geraten. Es kann schonmal vorkommen, dass eine bis zu 9 Minuten dauert, wodurch man vor allem den Schauspieler Respekt zollen muss. Diese, im speziellen die Hauptdarstellerin, machen ihren Job exzellent. Auch die Kameraführung ist sehr speziell und bemerkenswert. Meistens verharrt sie in ihrer Position minutenlang (praktisch immer auf die Hauptprotagonistin gerichtet), und wenn nicht, dann bringt sie gelungen die Emotionen zum Ausdruck.

Ein bemerkenswerter Film, der zurecht die Goldene Palme in Cannes gewonnen hat.

9/10

Trailer

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=D2uXMXtDpcY[/youtube]

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Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus

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