Franklyn [Film-Review]

Franklyn

Franklyn

Franklyn_grossFranklyn_1Franklyn_2
Franklyn_3Franklyn_4Franklyn_5

klicken für Vollansicht

Land: Frankreich, Grossbritannien
Jahr: 2008
Regisseur:
Gerald McMorrow
Schauspieler: Sam Riley, Jay Fuller, Eva Green, Bernard Hill, Art Malik, Kika Markham, Ryan Phillippe, Gary Pillai, Chris Wilson, Mark Wingett, Susannah York
Laufzeit: ca. 88 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Offizielle Homepage:
VÖ-Datum Schweiz: Läuft am NIFFF 2009 – 20. August 2009 (DVD – Ascot Elite)

Inhalt: „Mein Name ist Jonathan Preest und heute Nacht werde ich einen Mann töten!“ Wer das Opfer ist und welche Bedeutung die Tat für den Lauf der Welt hat, erfahren wir im Schlussakt dieses ausgeklügelten Vexierspiels, das seine Zuschauer dank des prophetischen Einstiegs und vor allem mit seinen großartigen neo-barocken Fantasy-Kulissen ab der ersten Sekunde in den Bann zieht.

Während in der vom Klerus beherrschten düsteren Gothic-Metropole Meanwhile City unser maskierter Held Preest, unerbittlich angetrieben von seinem Plan „The Individual“ auszulöschen, gegen die Schergen der religiösen Tyrannen kämpft, treffen wir parallel im heutigen London auf drei verschiedene Schicksale: Ein verzweifelter Vater sucht seinen verlorenen Sohn, ein junger Mann mit gebrochenem Herz findet seine Jugendliebe wieder und Studentin Emilia steigert sich in zunehmend morbidere Kunstprojekte hinein. Wie klug arrangierte Figuren in einem Schachspiel prallen die Protagonisten beider Welten machtvoll aufeinander bis zum alles entscheidenden Finale.

Einige Bilder zum Film:

Franklyn_6Franklyn_7Franklyn_8
Franklyn_9Franklyn_10Franklyn_11

klicken für Vollansicht

Mein Fazit:

Wenn man Franklyn beschreiben müsste, wäre wohl der Begriff Puzzle am besten dafür geeignet, denn man kommt mit jeder Szene der Lösung ein bisschen näher.

Gerald McMorrows erster Spielfilm ist eine wunderbar verschachtelte Geschichte, mit viel Liebe zum Detail. Wer sich genau achtet, wird immer wieder Hinweise auf die Lösung finden, oder wiederkehrende Figuren entdecken. Der Clou des Filmes ist irgendwann aufgedeckt, allerdings entstehen aus dieser Auflösung wiederum Fragen, welche nicht mehr vom Film gelöst werden. So kann der Zuschauer sich selber seine Ideen zusammenspinnen und muss die neuen Fragen selber beantworten…

Mir persönlich hat der Storyaufbau sehr gut gefallen, und auch visuell ist der Film eine Augenweide. Der Clou des Filmes hatte ich relativ schnell aufgedeckt, was leider auf Lasten der Spannung ging. Der Schluss war dann etwas unbefriedigend, da ich gerne noch ein paar Infos mehr bekommen hätte. Ich schwimme zur Zeit  in den vielen Hinweisen und Anspielungen die der Film einem gibt (Vor allem im Bezug auf das offene Ende). Trotzdem ist „Franklyn“ ein sehr interessantes und beeindruckendes Erstlingswerk, welches man nur empfehlen kann…

3.5/5 Totenköpfen

Trailer

[dailymotion]http://www.dailymotion.com/video/x8a75d_franklyn-official-trailer-hd_shortfilms[/dailymotion]

Link

Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus