Clean, shaven (1993) [Film-Review]

Clean, shaven

Glatt rasiert

Clean, shaven

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Land: USA
Jahr: 1993
Regisseur:
Lodge H. Kerrigan
Schauspieler:
Peter Greene, Alice Levitt, Megan Owen, Jennifer MacDonald, Molly Castelloe, Jill Chamberlain, Agathe Leclerc, Robert Albert, Roget Joly, René Beaudin, J. Dixon Byrne, Angela Vibert…
Laufzeit:
ca. 79 Minuten
Altersfreigabe:
FSK 16
Release-Datum: 27. Mai 2011 (Blu-Ray – Bildstörung)

Inhalt: Ein Mann steigt in ein Auto, nachdem er die Tür aufgebrochen hat. Dann holt er seinen Zündschlüssel aus der Hosentasche und fährt weg. Er versucht, das Radio einzustellen. Rauschen, verzerrte Stimmen, undeutliche Musik. Stromleitungen surren. Er schlägt die Scheibe seines Autos ein, verklebt das Fenster mit Zeitungspapier, den Rückspiegel mit Klebeband. In einem Restaurant unerträglicher
Lärm von überall. Ein vermisstes Kind auf einer Milchtüte. Er kippt sich Zucker in den Kaffee… und endlich: alles ist totenstill. Seine Tochter. Er will sie wiedersehen… Währenddessen untersucht ein Detective den hiesigen Mord an einem kleinen Mädchen. (Bildstoerung.tv)

Einige Bilder zum Film:

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Mein Fazit:

Lodge H. Kerrigans Debütfilm ist einer jener Filme, der mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr los gelassen hat.

„Clean, shaven“ ist ein Porträt eines Mannes der an einer schweren Psychose leidet. Wer sich diesen Film ansieht, der wird Zeuge davon, wie es wohl sein muss, schizophren zu sein. Es ist ein audio-visueller Horrortrip den man hier gemeinsam mit der Hauptfigur durchmacht.

Stimmfetzen und Rauschen hört man nonstop, und wie der Protagonist kann man es nicht einordnen. Es irritiert. Es macht einem Verrückt. Vieles ist in diesem Film nicht eruierbar, oder zumindest nur sehr schwer. Kerrigan liefert keine weiterführende Informationen zu dem was wir sehen. Der Zuschauer ist auf sich alleine gestellt. Eine geradlinig erzählte Geschichte sucht man vergebens. Es sind Fragmente und Bruchstücke von Szenen die man zu sehen bekommt.

Und trotzdem, oder genau deswegen, ist der Film so unglaublich unglaublich. Es ist ein Versuch eine Krankheit bildhaft zu vermitteln, die man sich kaum vorstellen kann. Und es gelingt Kerrigan unglaublich gut. Er nützt Audio und Video vorzüglich, sowie mit Hilfe einer grandiosen Leistung des Hauptdarstellers Peter Greene, um dem Zuschauer ein möglichst unbehaglich und eindrückliches Filmerlebnis zu bereiten.

Obwohl es ein sehr schwer zu fassender Film ist, schafft es Lodge H. Kerrigan, mit einer Nebengeschichte um einen Detektiv und ein ermordetes Mädchen, Spannung aufzubauen. Es ist ein Film der einem packt und bis am Schluss nicht mehr los lässt.

Komplex, eindrücklich, erschütternd – Grandioses Kino!

4.5/5 Totenköpfen

Clip

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=mlV50XySR14[/youtube]

Link

Quellennachweis der Poster: www.movieposterdb.com ; www.bildstoerung.tv

Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus