Take Shelter [Film-Review]

Take Shelter

Take Shelter

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Land: USA
Jahr: 2011
Regisseur:
Jeff Nichols
Schauspieler:
Michael Shannon, Katy Mixon, Shea Whigham, Jessica Chastain, Kathy Baker, Ray McKinnon, Lisa Gay Hamilton, Robert Longstreet, Bart Flynn, Guy Van Swearingen, Scott Knisley, Tova Stewart…
Laufzeit:
ca. 120 Minuten
Altersfreigabe:
?
Release-Datum: 22. März 2012 (Kino – Ascot Elite)
Offizielle Homepage: www.sonyclassics.com/takeshelter

Inhalt: Curtis LaForche lebt mit seiner Frau Samantha und der taubstummen Tochter Hannah in einem kleinen Dorf in Ohio. trotz ihren Sorgen um ihre handicapet Tochter sind Curtis und Samantha ein glückliches Paar. Dies ändert sich, als in Curtis’ träumen immer wieder ein apokalyptischer Wirbelsturm Schrecken verbreitet. Curtis schweigt sich über seine lbträume aus, beginnt jedoch im Hinterhof seines Hauses mit dem Aushub eines Schutzkellers. Sein Verhalten irritiert nicht nur das Dorf, es stösst auch bei seiner Frau auf Unverständnis. Curtis beginnt sich zu fragen, wie diese Träume zu deuten sind. Muss er seine Familie wirklich vor einem Tornado oder eher vor sich selber schützen? (Zurich Film Festival)

Einige Bilder zum Film:

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Mein Fazit:

„Take Shelter“ liess mich fragend und vor allem fasziniert im Kinosessel zurück. Ich sah wohl soeben den besten Film von 2011.

Jeff Nichols zweiter Spielfilm ist ein berührendes und intimes Portrait eines Menschen, der an Schizophrenie erkrankt. Mit einem wunderbarem Handlungssaufbau, werden die Auswirkungen die diese Krankheit auf einen Menschen haben kann, eindrücklich zur Schau gestellt. Der schmale Grad zwischen Realität und Halluzination wird zunehmend auch für den Zuschauer undurchschaubarer. Die Visualisierung der Krankheit ist erschreckend und einvernehmend inszeniert.

Michael Shannon spielt den erkrankten Curtis kongenial. Man nimmt ihm die Erkrankung vollkommen ab, leidet mit ihm, fürchtet sich aber auch vor ihm. Dadurch entsteht eine unglaublich angespannte Stimmung, die über den gesamten Film hindurch bestehen bleibt. Die Wahnvorstellungen nehmen immer mehr Überhand im Alltag, und Curtis wird eine Gefahr, nicht nur für sich selber, sondern auch für sein Umfeld.

Man sitzt 120 Minuten lang wie auf Nadeln, um sich dann am Schluss überrascht, verwirrt und überwältigt im Kinosaal vorzufinden. Und dann sollte man unbedingt jemand neben sich im Kino haben, mit dem man sich auch noch Tage später über den Film austauschen kann.

Ganz grosses amerikanisches Indiependent-Kino!

4.5/5 Totenköpfen

Englischer Trailer

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Link

Bilder: © 2011 Zurich Film Festival. All Rights Reserved.

Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus