Restless [Film-Review]

Kritik zum Film «Restless» von Regisseur Gus van Sant

© Sony Pictures. All Rights Reserved.
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Land: USA
Jahr: 2011
Regisseur:
Gus van Sant
Schauspieler:
Mia Wasikowska, Schuyler Fisk, Jane Adams, Henry Hopper, Lusia Strus, Chin Han, Ryô Kase, Kyle Leatherberry, Jesse Henderson, Colton Lasater, Victor Morris, Jace Robinett…
Laufzeit:
ca. 90 Minuten
Altersfreigabe:
?
Release-Datum: 10. November 2011 (Kino – Sony Pictures Schweiz)
Offizielle Homepage: www.sonyclassics.com/restless

Inhalt: Annabel Cotton ist eine hübsche und charmante junge Frau, die das Leben und die Natur liebt. Gleichzeitig jedoch leidet Annabel an Krebs im Endstadium. Auch das Leben von Enoch Brae ist nach dem Unfalltod seiner Eltern ziemlich aus der Spur geraten. Als sich die beiden Außenseiter zufällig auf einer Beerdigung treffen, stellen sie fest, dass sie die Welt sehr ähnlich und gleichzeitig einzigartig erleben. Als Enoch von Annabels Schicksal erfährt, bietet er mit selbstverständlicher Unbekümmertheit an, Schicksal, Tradition und sogar dem Tod entgegen zu treten und gemeinsam ihre letzten Tage zu verbringen. (Sony Pictures)

Einige Bilder zum Film:

© Sony Pictures. All Rights Reserved.

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Mein Fazit:

Gus Van Sant hat bewiesen, dass er sich in vielen Genres zu Hause fühlt. Vor allem Jugendliche und ihre Probleme standen in seiner Filmographie immer wieder im Zentrum seiner Filme. So handelt auch sein neuer Film «Restless» von zwei jungen Menschen.

Die Charakterzeichung vom Regisseur ist sensationell. Diese beiden kuriosen und charmanten Figuren finden ihren Weg direkt ins Herzen des Zuschauers. Enoch besucht Beerdigungen, von Menschen die er nicht kennt, und wird stets begleitet von einem japanischen Kamikaze-Flieger, währenddem sich Annabel wie ein Junge kleidet, und alle Vögel bei ihrem Lateinischen Namen kennt. Die junge Liebe wird jedoch bald heimgesucht von Annabel’s Krankheit und Enoch’s Vergangenheit.

Trotz dieser schweren und erdrückenden Thematik, bleibt der Film immer positiv und zieht den Zuschauer nie nach unten. Die Lebensfreude von Annabel und Enoch springt einem schon fast von der Leinwand entgegen. Das herzhafte Spiel von Mia Wasikowska und Henry Hopper sind für den Film essenziell. Die beiden Schauspieler hauchen ihren Figuren leben ein, und überzeugen auf der ganzen Linie.

Gus Van Sant liefert mit «Restless» eine wunderschöne Coming-of-Age Geschichte zum Thema Tod und Abschied nehmen, und verzaubert den Zuschauer von Beginn bis zum Schluss.

4/5 Totenköpfen

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Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus