Melancholia (2011) [Film-Review]

Kritik zum Film «Melancholia» von Regisseur Lars von Trier

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Land: Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden, Italien
Jahr: 2011
Regisseur:
Lars von Trier
Schauspieler:
Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, John Hurt, Alexander Skarsgård, Stellan Skarsgård, Brady Corbet, Udo Kier, Jesper Christensen, Cameron Spurr…
Laufzeit:
ca. 136 Minuten
Altersfreigabe:
FSK 12
Release-Datum: 17. November 2011 (Kino – Frenetic Films)
Offizielle Homepage: www.melancholiathemovie.com

Inhalt: Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgard) bereiten sich auf den schönsten Tag ihres Lebens vor: Ihre Hochzeit. Doch die Feier steht wortwörtlich unter keinem guten Stern. Ein fremder Planet mit Namen Melancholia befindet sich auf Kollisionskurs mit der Erde.
Parallel zur drohenden Katastrophe geraten sich die beiden Schwestern Justine und Claire (Charlotte Gainsbourg) in die Haare, woran auch ihr Vater trotz aller Bemühungen (John Hurt) nichts ändern kann. Derweil schreitet die Hochzeitsfeier weiter voran… (Frenetic Films)

Einige Bilder zum Film

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Mein Fazit:

Viel wurde gesprochen über Lars von Trier. Nazi oder nicht? Was war los mit dem dänischen Meisterregisseur an der Pressekonferenz zu „Melancholia“ am Film Festival Cannes? Was ihn zu seinen Aussagen trieb, weiss schlussendlich nur er. Wir können uns dafür mit seinem Weltuntergangsfilm «Melancholia» beschäftigen.

Lars von Trier verarbeitet in seinem neuen Film seine depressive Lebensphase. Dazu wählte er für seine depressive Hauptfigur Justine, die Schauspielerin Kirsten Dunst, welche selber an einer Depression litt. Alles ganz schön depressiv. Der Film ist dementsprechend auch alles andere als leichte Kost.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist das Visuelle in «Melancholia». Der auf die Erde zurasende Planet ist sprichwörtlich zum Sterben schön. Sensationell ist aber vor allem der Auftakt zu Lars von Trier’s neustem Werk. In Zeitlupe mit Wagners „Tristan und Isolde“ untermalt, fasst Trier den ganzen Film mit wuchtigen Impressionen in 8 Minuten aufs Wesentlichste zusammen. Grosses Kino.

Für mich war es allerdings schwer zu den Figuren eine Bindung herzustellen. Die depressive Justine wird vor allem im ersten Teil sehr gut dargestellt, im zweiten Teil jedoch eher weniger. Gewisse Szenen wirkten aufgezwungen.

Das Meisterwerk ist «Melancholia» für mich nicht. Dafür hat mich die Geschichte zu wenig bewegt – auch die Figuren konnten mich emotional nicht erreichen. Ein „schöner“ Film ist es aber zweifellos.

3.5/5 Totenköpfen

US-Trailer

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Bilder: © 2011 Frenetic Films. All Rights Reserved.

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Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus