Das Missen Massaker [Film-Review]

Kritik zum Film «Das Missen Massaker» von Regisseur Michael Steiner

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Land: Schweiz
Jahr: 2012
Regisseur:
Michael Steiner
Schauspieler:
Meryl Valerie, Patrick Rapold, Jarreth J. Merz, Martin Rapold, Nadine Vinzens, Anouschka Renzi, Lisa Maria Bärenbold, Mike Müller, Silvia Medina, Alexandra Wagener, Sabrina Meier, Jennifer Hurschler…
Laufzeit:
ca. 98 Minuten
Altersfreigabe:
Ab 14 Jahren
Release-Datum: 23. August 2012 (Kino – Warner Bros.)
Offizielle Homepage: www.missenmassaker.ch

Inhalt: Um eine dunkle Familienschuld zu begleichen, nimmt die attraktive Jasmin an den Miss-Schweiz-Wahlen teil. Zusammen mit ihren Konkurrentinnen fährt sie für eine Woche auf ein Inselparadies im Tanga-Atoll. Unter einem prächtigen Sternenhimmel begegnet sie am Strand nicht nur ihrer ersten Liebe – sondern auch dem leibhaftigen Tod! Innert kurzer Zeit fallen ihm mehrere Miss-Kandidatinnen zum Opfer. Wer verbirgt sich unter den Masken des wahnsinnigen Killers? Alle sind verdächtig. Sogar Jasmin. Und welche finstere Rolle spielen Bart Simpson und Mr. Bean in diesem exotischen Alptraum? (Filmcoopi)

Einige Bilder zum Film

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Mein Fazit:

Schweizer Vorzeige-Regisseur Michael Steiner betritt unberührtes Land im Schweizer Film. Sein neuer Film „Das Missen Massaker“ ist die erste schweizerische Horror-Komödie. Jetzt muss man nur noch die Daumen drücken, dass es denn auch wirklich eine Horror-Komödie ist und es nicht gleich endet wie beim Sennentuntschi, wo wohl so manch einer mit falschen Erwartungen ins Kino ging.

Gleich zu Beginn: Als Horror-Komödie funktioniert „Das Missen Massaker“ nur bedingt. Die Geschichte erzählt von einem Missen-Lager, welches plötzlich von einem Killer infiltriert und dezimiert wird. Abgesehen von dem „Missen“-Teil – nichts neues. Begleitet wird das Ganze von einem grandiosen Soundtrack, welcher von der scheusslichen Italo-Disco Nummer bis zum stupiden Dubstep-Track wirklich nichts auslässt.

Steiner hat viele lustige Sidekicks in seinen Film eingebaut. Highlights sind unter anderem Kurzauftritte von Gilbert Gress oder Mike Shiva, welche aber wohl nur für Schweizer erkennbar und witzig sind. Aber auch die vielen anderen Gags sind lustig und unterhaltsam. Rundum: Der Comedy-Teil des Filmes überzeugt.

Kritik gibts jedoch für das Drehbuch, welches sehr langweilig ist. Das „gespickt mit Zitaten aus den grossen Horrorklassikern“ beschränkt sich darauf, dass der Killer mal als Freddy Krüger, Pinhead oder Jason Vorhees meuchelt. Witzig aber ohne weiteren Sinn. Der Film driftet mit der Zeit leider immer mehr von seiner Comedy-Schiene ab, und wird zum Horrofilm, ohne aber dabei zu überzeugen. Wenn die Hauptfigur plötzlich um ihre neue Liebe weinen muss und dies überdramatisch in Szene gesetzt ist, dann wirkt dies im Kontext des Filmes unpassend. Gore und Splatter aber auch gruselige Momente gibt es keine.
Auch wenn die Scary Movie Filme sicherlich kein Vorbild sein sollten, die Blödeleien werden bei diesen Filmen immerhin bis zum Schluss durchgezogen. Die Comedy steht immer im Vordergrund. Dies ist bei „Das Missen Massaker“ leider nicht der Fall.

Trotzdem ziehe ich ein positives Fazit. Der Film ist lustig, nimmt vieles, auch sich selbst, gekonnt aufs Korn und sogar die SchauspielerInnen überzeugen. Wie alle Michael Steiner Filme sieht auch dieser Film wieder wirklich toll aus. „Das Missen Massaker“ ist, zumindest allen Schweizern, durchaus empfehlbar.

3.5/5 Totenköpfen

Schweizer Trailer

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Bilder: © Filmcoopi. All Rights Reserved.

Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus