The Cabin in the Woods [Film-Review]

Kritik zum Film «The Cabin in the Woods» von Regisseur Drew Goddard

 The Cabin in the Woods_gross

klicken für Vollansicht

Land: USA
Jahr: 2011
Regisseur:
Drew Goddard
Schauspieler:
Richard Jenkins, Bradley Whitford, Jesse Williams, Chris Hemsworth, Fran Kranz, Kristen Connolly, Anna Hutchison, Brian J. White, Amy Acker, Jodelle Ferland, Monique Ganderton, Tom Lenk…
Laufzeit:
ca. 95 Minuten
Altersfreigabe:
Ab 16 Jahren
Release-Datum: 6. August 2012 (Kino – Rialto)
Offizielle Homepage: www.discoverthecabininthewoods.com

Inhalt: Ein entspanntes Wochenende in einer Hütte im Wald, in der Mitte von Nirgendwo soll es werden, fernab der Zivilisation und jeglicher Beobachtung, kein Handy-Empfang, kein Internet, kein Mensch weit und breit. Nur die fünf Freunde Curt (Chris Hemsworth), Marty (Fran Kranz), Holden (Jesse Williams), Dana (Kristen Connolly) und Jules (Anna Hutchison) und die Natur – ein Abenteuer, ein grosser Spass. Selbst die Warnungen eines bedrohlich wirkenden Tankwarts können die Vorfreude nicht dämpfen. Zunächst wirkt die Hütte auch wie die Erfüllung aller Verheissungen. Doch dann entdecken die Freunde den verborgenen Zugang zu einem Keller – und als die Neugier gegen die Vernunft siegt, gehen sie zu fünft die knarzende Treppe hinab ins Dunkel… (Rialto)

Einige Bilder zum Film

The Cabin in the Woods_5

The Cabin in the Woods_4

The Cabin in the Woods_3

The Cabin in the Woods_2

klicken für Vollansicht

Mein Fazit:

Als „The Cabin in the Woods“ im März dieses Jahres seine Weltpremiere am SXSW Festival feierte, entstand ein kleiner Hype auf einschlägigen Blogs und Webseiten rund um die Horrorkomödie. Ein halbes Jahr später kommt der Film auch noch bei uns in die Kinos.

Je weniger man über die Geschichte weiss, desto besser wird das Filmerlebnis. Das macht es natürlich schwer eine Kritik über den Film zu verfassen, aber es soll nicht unversucht bleiben. Drew Goddard’s Regie-Debüt beginnt wie jeder andere 08/15-Teenies-fahren-übers-Weekend-weg-Slasher. Doch ein kurioser Nebenplot über 2 Wissenschaftler weckt das Interesse und es scheint als stecke mehr in diesem Streifen. In welchem Zusammenhang stehen wohl diese beiden Geschichten? Das ist die treibende Frage, welche den Film begleitet. Natürlich wird die Frage aufgelöst, hierzu wird an dieser Stelle aber nichts verraten.

Wieviele  Horrorfilme gibt es wohl, die genau dieselbe Geschichte erzählen wie dieser hier? Zu viele, wäre die Antwort. Aber der geneigte Horror-Liebhaber schaut sich ja doch jeden neuen Teenie-Horror-Slasher an, sobald dieser auf dem Markt ist. Was „The Cabin in the Woods“ so unterhaltsam macht, ist die Demotage eines jeden Horrorfilmes. Drew Goddards Spiel mit allen Horror-Film Klischees der Welt ist einfach wunderbar köstlich.

Der Spagat zwischen Horrorkomödie und Horrorfilm ist überraschend gut gelungen. Der Film ist ebenso brutal und gruselig wie er zum Totlachen ist. Zudem gibt es einige nette Hommagen an Kultklassiker. Wenn zum Beispiel die Teenie-Gruppe beim Standort ihrer Waldhütte eintrifft, dann wird wohl so einigen Evil Dead Fans ein Lächeln über die Mundwinkel huschen. Auch der Splatter und Goregehalt ist für eine Horrorkomödie beachtlich. Leider muss man hier jedoch sagen, dass praktisch alle Effekte aus dem Computer stammen. Ein Wehrmutstropfen. Das Kreaturen-Design macht dies aber wieder wett. Es soll wie bereits gesagt nichts verraten werden, aber der Creature-Fan kommt definitiv auf seine Kosten!

The Cabin in the Woods“ überzeugt vor allem mit seinem Humor und punktet mit Originalität. Wer anderen Horrorkomödien wie z.B. den „Scary Movie“ Filmen Oberflächlichkeit und Fäkalhumor vorgeworfen hat, der wird mit diesem Streifen vollends auf seine Kosten kommen.

The Cabin in the Woods“ ist einer der originellsten US-Horrorfilme der letzten paar Jahre. Eine witzige und unterhaltsame Horrofilm-Demontage, vollgepackt mit grossartigen Ideen und ebenso grossartigen Kreaturen. Daumen hoch!

4/5 Totenköpfen

US-Trailer

Link

Bilder: © Rialto. All Rights Reserved. ; IMP Awards

Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus