On The Road (2012) [Film-Review]

Kritik zum Film «On The Road» von Regisseur Walter Salles

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Land: Frankreich, Grossbritannien, USA, Brasilien
Jahr: 2012
Regisseur:
Walter Salles
Schauspieler:
Kristen Stewart, Amy Adams, Steve Buscemi, Kirsten Dunst, Viggo Mortensen, Garrett Hedlund, Elisabeth Moss, Tom Sturridge, Terrence Howard, Sam Riley, Alice Braga, Giselle Itié…
Laufzeit:
ca. 124 Minuten
Altersfreigabe:
Ab 14/16 Jahren
Release-Datum: 1. November 2012 (Kino – Filmcoopi)
Offizielle Homepage: www.ontheroad-themovie.com

Inhalt: Kurz nach dem Tod seines Vaters lernt der junge Schriftsteller Sal den charismatischen, lebenshungrigen Dean kennen. Dieser reisst Sal aus seiner Arbeit und auch aus seiner Trauer, nimmt ihn mit auf einen Trip Richtung Westen – in ein entfesseltes, energiegeladenes, grenzenloses Leben. Stets die nächste Etappe ihrer Reise vor Augen, begeben sich Dean und Sal in den Taumel des blossen Seins, berauschen sich an der unendlichen Weite der Landschaft, an Drogen, Sex, Jazz. Neue Freunde und alte Bekannte kreuzen ihre Wege, darunter Deans grosse Lieben Marylou und Camille… (Filmcoopi)

Einige Bilder zum Film

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Mein Fazit:

Das US-Kultbuch aus den 50er-Jahren „On The Road“ von Jack Kerouac, findet endlich seinen Weg auf die Kino-Leinwand. Der Roman beeinflusste viele Jugendliche und junge Erwachsene in den 60er-Jahren, darunter auch grosse Musiker wie Bob Dylan, Tom Waits oder Jim Morrison. Die Schriftsteller der sogenannten „Beat Generation“ wurden mit ihrem durch Sex, Drogen und Selbstfindung geprägten Lebensstil, zu Vorbildern einer ganzen Generation.

Die beiden zentralen Figuren Sal und Dean sind immer unterwegs. Nur ab und zu spielt die Geschichte an einem Ort, nämlich immer dann, wenn die Beiden kein Geld mehr haben. Die Realität holt sie ein und die Arbeit ruft. Doch früher oder später sind sie wieder im Drogenrausch auf der Strasse, von der Ost zur Westküste, und wieder zurück. Eine Generation in Bewegung.

Im Film kommt dieses Lebensgefühl sehr schön zum Ausdruck. Walter Salles Inszenierung ist zwar stellenweise etwas langatmig, jedoch mindert dies die Aussagekraft der Geschichte nicht. Es wird ersichtlich wieso das Leben der Beatniks die Grundsteine der 60er-Hippies legte. Das Schauspieler-Ensemble macht seinen Job ganz gut, vor allem Tron-Sunnyboy Garrett Hedlund sticht in seiner Rolle heraus. Sam Riley, Kristen Steward und Kirsten Dunst bleiben allesamt (wortwörtlich) blass.

Trotz 13 Minuten weniger Filmmaterial als im Cannes-Cut, ist auch unsere Kino-Version (Toronto-Cut) zu lange geraten. Sie wirkt vom Erzählstil her zwar flüssig, doch gibt es wie bereits gesagt, gewisse Stellen die sich in die Länge ziehen. Der Zeitgeist der Beat Generation kommt allerdings, mit ansteckendem Enthusiasmus, wunderbar zur Geltung. Damit hat „On The Road“ seine Aufgabe erfüllt.

3.5/5 Totenköpfen

US-Trailer

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Bilder: © Filmcoopi. All Rights Reserved. ; IMP Awards

Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus