Yossi (2012) [Film-Review]

Kritik zum Film «Yossi» von Regisseur Eytan Fox

Yossi_gross

klicken für Vollansicht

Land: Israel
Jahr: 2012
Regisseur:
Eytan Fox
Schauspieler:
Ohad Knoller, Oz Zehavi, Lior Ashkenazi, Orly Silbersatz Banai, Ola Schur Selektar, Meir Golan, Shlomi Ben Attar, Amir Jerassi, Raffi Tavor, Shlomo Sadan, Gil Desiano, Keren Ann..
Laufzeit:
ca. 84 Minuten
Altersfreigabe:
Ab 14 Jahren
Release-Datum: 6. Dezember 2012 (Kino – Xenix Film)
Offizielle Homepage: www.yossifilm.com

Inhalt: Yossi Hoffman ist ein angesehener und engagierter Kardiologe, der durch seinen unerbittlichen Einsatz für seine Arbeit versucht, einem tragischen Ereignis in seiner Vergangenheit zu entfliehen. Seit dem Tod seines Liebhabers Jagger lebt er allein und zurückgezogen. Als der Chefarzt ihm nahelegt, eine Auszeit zu nehmen, reist Yossi in die südliche Stadt Eilat. Umgeben von Meer und Sanddünen trifft er eine Gruppe junger israelischer Offiziere. Einer von ihnen ist Tom, ein gutaussehender, selbstsicherer und lebenslustiger Mann, der seine Homosexualität offen lebt. Die Begegnung mit Tom ermöglicht Yossi aus seiner selbstgewählten Isolation herauszufinden und in eine neue Welt einzutauchen – eine Welt, die ganz anders ist, als alles, was Yossi bis jetzt geprägt hat. (Xenix Film)

Einige Bilder zum Film

Yossi_4 Yossi_3 Yossi_2 Yossi_1

klicken für Vollansicht

Mein Fazit:

Yossi“ ist ein intimes Porträt über einen Homosexuellen. Yossis Vergangenheit nagt an ihm: Er kann sich nicht loslösen von dem tragischen Verlust seiner grossen Liebe. Die ungelösten Probleme sind zu gross, als dass Yossi sich seine Sexualität eingestehen und ausleben könnte. Er mutiert zum Workaholic und vegitiert seither im Büro und zu Hause auf der Couch vor sich hin.

Die Wendung kommt mit dem Auftritt des jungen und selbstsicheren Schwulen Tom. Yossi lässt sich von Toms Unbekümmertheit anstecken und kann endlich wieder mal loslassen und sogar lachen. Diese Veränderung ist subtil und wirklich sehr schön dargestellt. Yossi ist zu Beginn ein eher unsympathischer und komischer Typ, doch mit der Zeit wächst er einem ans Herzen und man freut sich mit ihm als er wieder lachen kann.

Der Film ist zudem aber auch ein Statement zu Homosexualität. Der Vorgänger Film „Yossi & Jagger“ hatte einen grossen Einfluss auf die Entwicklung und Akzeptanz von Homosexuellen in Israel. „Yossi“ ist nun die konsequente Fortsetzung der Geschichte, besitzt allerdings nicht dieselbe Brisanz. Die Entwicklung der Hauptfigur Yossi ist nachvollziehbar und ist gekonnt in Szene gesetzt. Ein gut gespieltes Drama, welches definitiv wert ist gesehen zu werden.

3.75/5 Totenköpfen

Schweizer Trailer

Link

Bilder: © Xenix Film. All Rights Reserved.

Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus