The Bling Ring (2013) [Film-Review]

Kritik zum Film «The Bling Ring» von Regisseurin Sofia Coppola

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Land: USA, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Japan
Jahr: 2013
Regisseur:
Sofia Coppola
Schauspieler:
Emma Watson, Leslie Mann, Taissa Farmiga, Erin Daniels, Nina Siemaszko, Gavin Rossdale, Stacy Edwards, Maika Monroe, Halston Sage, Joe Nieves, Deidre Arrington, Claire Julien …
Laufzeit:
ca. 87 Minuten
Altersfreigabe:
Ab 14 Jahren
Release-Datum: 15. August 2013 (Kino – Pathé Films)
Offizielle Homepage: www.theblingring.com

Inhalt: Sie heissen Nicki, Sam, Chloé, Rebecca und Marc, sind gerade einmal süsse 17 Jahre alt, aber ganz schön gerissen. Nicki (Emma Watson) ist die Anführerin der Gang die sich selbst „The Bling Ring“ nennt. Als Kinder der superreichen von L.A. haben sie schon so manches ausprobiert, um ihre Langweile zu vertreiben: Alkohol, Drogen, Autodiebstahl – fast alles. Zeit für einen neuen Kick: Partys in Promi-Villen! Und das geht so: Übers Internet wird ausspioniert, ob Stars wie Orlando Bloom, Paris Hilton oder Lindsay Lohan gerade daheim in Beverly Hills weilen. Falls nicht, brechen die Freunde in deren Häuser ein, hängen dort ab, lassen Designer-Fummel mitgehen und stellen sie anschliessend stolz auf Facebook aus. Der Zeitvertreib der Gang scheint sich immer mehr zu lohnen, denn insgesamt kommt während ihrer Streifzüge durch die Villen der Celebrities ein Betrag von mehr als drei Millionen Dollar zusammen. Es bleibt nicht ohne Folgen: Bald ist die Polizei dem „Bling Ring“ auf den Fersen… (Pathé Films)

Einige Bilder zum Film

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Mein Fazit:

Einmal so sein, wie Paris Hilton oder Lindsay Lohan. Das ist wohl der Traum vieler Teenies auf der ganzen Welt. Die Mitglieder des „Bling Rings“ bleiben aber nicht beim Träumen, sondern gehen eine Stufe weiter. Mit Diebstählen bei eben jenen angehimmelten Stars, wurden diese Jugendlichen als Verbrecherbande weltberühmt. Regisseurin Sofia Coppola verfilmt mit ihrem neuen Film THE BLING RING nun eben genau diese wahre Geschichte.

Sofia Coppolas Darstellung einer Upper-Class Generation in Amerika, die besessen ist von Stars und Sternchen und dabei genau nach solchen Idealen strebt, fasziniert. Die wahre Geschichte des Bling Rings liefert dafür die ideale Grundlage für eine Film-Story. Teenies begehen Verbrechen, um ihren Durst nach Konsum stillen zu können und nehmen dabei keine Rücksicht auf Verluste.

Coppolas Fokus liegt dabei aber nicht nur auf den Verbrechen. Auch die Selbstinszenierung der Teenagers, welche durch Social Media Plattformen ein neues Ausmass erhalten hat, ist stets präsent. Schnell noch ein Foto mit dem Diebesgut aus Paris Hiltons Haus schiessen, und ab auf Facebook.

Durch die 24/7 Berichterstattung von Klatschheften und gewissen Pendlerzeitungen, aber auch Online-Portalen wie TMZ, hat man teilweise selber das Gefühl man kenne die Stars besser als den eigenen Nachbarn. Es gibt praktisch keine Distanz mehr, von den Promis zum allgemeinen Volk. Wer will, kann fast alles über sein Idol wissen. Auf einem Blog nachlesen wann Paris Hilton nicht zu Hause ist, über Google Maps die Adresse suchen, und ab ins Haus des It-Girls. So einfach geht das.

Parallelen zu Harmony Korines Film SPRING BREAKERS liegen auf der Hand. Trotzdem gibt es zwischen den beiden Filmen grosse Unterschiede: Während Korines Film eine kunstvolle und derbe Abrechnung mit der Party-Generation ist, erschafft Sofia Coppola mit THE BLING RING ihren eigenen und vor allem auch Mainstream tauglicheren Blick auf die Jugend, und wie diese durch Medien und Internet beeinflusst wird.

Nichts desto trotz, eine unterhaltsamer Raubzug durch die Hollywood Hills, auch wenn sich das Ganze inhaltlich in der kurzen Spielzeit sehr oft repetiert.

4/5 Totenköpfen

US-Trailer

Link

Bilder: © Pathé Films. All Rights Reserved. ; Poster: IMP Awarads

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Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus