Krampus (2015) [Film-Review]

Kritik zum Film «Krampus» von Regisseur Michael Dougherty

© Universal Pictures International Switzerland. All Rights Reserved.
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Land: USA
Jahr: 2015
Regisseur:
Michael Dougherty
Schauspieler: Allison Tolman, Toni Collette, Adam Scott, David Koechner, Conchata Ferrell, Stefania Owen, Emjay Anthony, Luke Hawker, Sophie Gannon, Gareth Ruck, Mark Atkin, Krista Stadler…
Laufzeit:
ca. 98 Minuten
Altersfreigabe:
 ab 14 Jahren
Release-Datum: 3. Dezember 2015 (Universal Switzerland)
Offizielle Homepage: www.krampusfilm.ch

Inhalt: Für Max (Emjay Anthony) sind die Weihnachtsfeiertage wenig erfreulich: Die gesamte Verwandtschaft entert das Haus, alle streiten sich, und zu essen gibt es den unsäglichen Weihnachtsbraten seiner Mutter (Toni Collette). Wie das Fest der Liebe fühlen sich diese unangenehmen Stunden für Max nicht an. Doch dann fällt der Strom aus und in der Dunkelheit lauert noch etwas viel Schrecklicheres als die lieben Verwandten: der Krampus. Er wird angelockt durch die mangelnde Festtagsstimmung in Max‘ Elternhaus und kommt nun, um alle Ungläubigen zu bestrafen. Im Schlepptau hat er die Horrorversionen sonst so friedlicher Weihnachtsikonen. Max und seine Familie müssen nun zusammenhalten, um die grausige Sagengestalt zu vertreiben, bevor die Monster-Variante des Weihnachtsmanns jemanden fressen kann… (Filmstarts.de)

Einige Bilder zum Film

© Universal Pictures International Switzerland. All Rights Reserved.

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Mein Fazit:

Die europäische Legende des Krampus hat es nun also bis nach Hollywood geschafft. Von «Trick ‚r Treat»-Regisseur Michael Dougherty kommt ein Studio-Horrorfilm zur Sankt Nikolaus-Schreckensgestalt, der die unartigen Kinder bestraft.

«Krampus» beginnt mit einer dieser schrecklichen Familien-Weihnachtsfeier, die eigentlich jeder hasst. Verwandte kommen zu Besuch, inklusive fiesen Cousins und besoffene Tanten. Im Film werden diese Figuren schön überzeichnet dargestellt, woraus sich einige witzige Situationen ergeben, die der ein oder andere vielleicht sogar selber kennt.

Der „Krampus“ macht sich leider ziemlich lange rar und lässt sich erst gegen Ende des Filmes so richtig blicken. Dem Film täte es gut, wenn die Geschichte etwas kompakter erzählt werden würde. Die Story erstreckt sich nämlich über etwa 3 Tage hinweg – dramaturgisch wäre es wohl sinnvoller gewesen, das Ganze innerhalb einer Nacht abzuhandeln. Als Horror-Film kommt «Krampus» dadurch leider etwas ins Stocken, denn der Horror-Anteil wird erst im letzten Viertel richtig intensiv und dicht.

Für den Cast wurden einige bekannte Gesichter verpflichtet, allen voran Toni Collette, aber auch Adam Scott und Allison Tolman dürften vor allem Serien-Liebhabern einen Begriff sein. Aus dem Budget von 15 Mio US-Dollar wurde das Beste rausgeholt. Lobenswert ist vor allem, dass wenig CGI eingesetzt wurde. Die Dämonen-Kreaturen und der „Krampus“ selber, sind offensichtlich zu einem grossen Teil aus praktischen Effekten hergestellt worden und wirken deshalb auch ziemlich cool. Für einen Studiofilm wird überraschenderweise viel geflucht – als brutal kann man den Film aber definitiv nicht bezeichnen, auch wenn ziemliche viele Figuren das Zeitliche segnen.

Die Geschichte von «Krampus» ist ziemlich voraussehbar, der Film kann als Weihnachtshorror aber trotzdem gut unterhalten. Der Regisseur findet eine ansprechende Balance zwischen Comedy & Horror/Fantasy und technisch überzeugt vor allem das tolle Creature-Design.

«Krampus» ist sicher kein neuer Kult-Klassiker, aber wer einen neuen weihnachtlichen Genre-Film sehen will, der ist mit der neusten Regie-Arbeit von Michael Dougherty sicherlich gut bedient.

3/5

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Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus

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