Heimatland (2015) [Film-Review]

Kritik zum Film «Heimatland» von Regisseuren Lisa Blatter, Gregor Frei, Jan Gassmann, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Michael Krummenacher, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp und Mike Scheiwiller.

© Look Now!. All Rights Reserved.
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Land: Schweiz
Jahr: 2015
Regisseur:
Lisa Blatter, Gregor Frei, Jan Gassmann, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Michael Krummenacher, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp und Mike Scheiwiller
Schauspieler: Luna Arzoni, Nicolas Bachmann, Egon Betschart, Soumeya Ferro-Luzzi, Morgane Ferru, Roberto Garieri, Julia Glaus, Liana Hangartner, Peter Jecklin, Gabriel Noah Maurer, Dashmir Ristemi, Isaka Sawadogo, Michèle Schaub-Jackson, Florin Schmidig, Viola van Scarpatetti…
Laufzeit:
ca. 99 Minuten
Altersfreigabe:
Ab 14 Jahren
Release-Datum: 12. November 2015 (Kino – Look Now!)
Offizielle Homepage: www.heimatland-film.ch

Inhalt: Es ist Herbst und wird kalt in der Schweiz. Plötzlich steht eine unerklärbare und furchteinflössende Wolke über dem Land. Ihre Herkunft ist den Experten ein grosses Rätsel und sie können lediglich feststellen, dass sie kontinuierlich wächst und ihre Entladung nur eine Frage der Zeit ist. Noch ist es windstill draussen, doch die Wolke hängt wie ein Damoklesschwert über der Schweiz. … (Heimatland-Film.ch)

Einige Bilder zum Film

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Mein Fazit:

10 Junge Regisseure haben sich für einen Film zusammengetan um gemeinsam ein Bild ihrer Schweiz zu kreieren. Entstanden ist ein Katastrophenfilm.

In «Heimatland» ist fertig lustig mit der idyllischen Schweiz. Über der Innerschweiz braut sich nämlich ein Sturm zusammen, der sich langsam auch auf die restlichen Landesteile ausbreitet. Es brodelt im Schwiizer Ländli.

Ob randalierende YB-Fans, die ihrem verstorbenen Ehemann nachtrauernde Witwe, oder der Reden schwingende Wutbürger – es sind aus dem Alltag gegriffene Geschichten, die in jeder Stadt und jedem Dorf genau so ablaufen könnten.

Die in der Schweiz so stark verankerte Angst vor allem Unbekanntem und der daraus resultierende Drang zur Unabhängigkeit, wird im Film kongenial umgesetzt. Der Sturm als Sammelsurium von allen Ängsten und als Metapher für ein abgekapseltes Land, welches um jeden Zweck neutral und unabhängig sein will. Herr und Frau Schweizer sind selber Schuld an dieser Katastrpohe, der Sturm ist eine Eigenkreation.

«Heimatland» ist ein spannendes Werk. Nicht nur weil die Schweiz mit allem Drum und Dran selten so gut inszeniert wurde, sondern auch weil es ein Film mit einer starken Botschaft ist. Viel zu oft fehlt es dem Schweizer Film an einer klaren Position oder an einer aussagekräftigen Geschichte.

Dass sich hier nun 10 junge Regisseure zusammentun, dabei Sprach – und andere Barrieren überwinden, ist ein starkes Statement. Nicht nur für den Schweizer Film, sondern auch für die Schweiz als Land. «Heimatland» ein Must-See!

4/5

Teile dieses Artikels wurden im Rahmen der Berichterstattung für SRF-Virus erstellt und zu einem früheren Zeitpunkt bereits veröffentlicht.

Über Jerome 608 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus

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