The Spirit [Film-Review]

The Spirit

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Land: USA
Jahr: 2008
Regisseur: Frank Miller
Schauspieler: Gabriel Macht, Samuel L. Jackson, Scarlett Johansson, Eva Mendes, Sarah Paulson, Paz Vega, Jaime King, Dan Lauria, Stana Katic, Johnny Simmons, Louis Lombardi
Laufzeit: ca. 102 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Offizielle Homepage: www.lionsgate.com/thespirit
VÖ-Datum Schweiz: 5. Februar 2009 (Kino – Disney)

Inhalt: Es ist die Geschichte eines jungen Cops, der auf mysteriöse Weise als Spirit (GABRIEL MACHT) vom Tod in das Leben zurückgekehrt ist, um aus der Schattenwelt heraus das Verbrechen von Central City zu bekämpfen. Sein Erzfeind Octopus (SAMUEL L. JACKSON) ist auf einer ganz anderen, größenwahnsinnigen Mission: Er plant, Spirits geliebte Stadt auszulöschen, während er selbst nach seiner eigenen Unsterblichkeit  strebt. Spirit verfolgt den kaltherzigen Killer quer durch Central Citys heruntergekommene Lagerhäuser, feuchte Katakomben bis in das windgepeitschte Hafenviertel. Dabei begegnet er einem Schwarm exotischer Schönheiten, von denen der maskierte Held jedoch nie wissen kann, ob sie verführen, lieben oder töten werden: Ellen Dolan (SARAH PAULSON), das Mädchen von nebenan mit messerscharfem Verstand; Silken Floss (SCARLETT JOHANSSON), punkige Sekretärin und ein kaltes Biest; Plaster von Paris (PAZ VEGA), eine mörderische französische Nachtclubtänzerin; Lorelei (JAIME KING), eine mysteriöse Sirene; und Morgenstern (STANA KATIC), eine junge sexy Polizistin. Und dann ist da natürlich noch Sand Saref (EVA MENDES), die Juwelendiebin mit den gefährlichen Kurven. Sie, die Liebe seines Lebens, hat sich jedoch dem Bösen verschrieben. Wird Spirit sie retten können oder wird sie ihn am Ende ins Verderben führen?

Einige Bilder zum Film:

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Mein Fazit:

Frank Miller (Schöpfer der Graphic Novels 300 und Sin City) wagt sich an eine Verfilmung des legendären Comics „The Spirit“ von seinem guten Kollegen Will Eisner. Als dieser 1992 die Filmrechte zu „The Spirit“ an Michael Uslan verkaufte, musste Uslan Eisner hoch und heilig versprechen, dass niemand seine Geschichte verfilmen dürfe, welcher sich nicht exakt an seine Vorlage halte würde.

Dieses wichtige Anliegen Eisners wurde wohl nicht an Miller weitergetragen. Man hat nämlich das Gefühl, dass viel weniger by Will Eisner ist als by Frank Miller. So erinnert der Look des Filmes offensichtlich an Sin City, und auch die Dialoge (vor allem der Humor) erinnert eher an Miller, denn an Eisner.

Auch inhaltliche Unterschiede sind erkennbar, so wurden zum Beispiel einige wichtige Figuren abgeändert. Die Offensichtlichsten sind Octopus und Silken Floss. Der Bösewicht Octopus besteht in der Vorlage nur aus einem Paar Handschuhen. Im Film wird die Figur von Samuel L. Jackson gemimt (welcher einiges mehr als nur zwei Hände vorzuweisen hat) und wird zum typischen Comic-Gegenpart des Helden aufgemotzt. Scarlett Johansson spielt die freizügige rechte Hand von Octopus: Silken Floss. Während Will Eisners Silken Floss eine alte Adjutantin war, die erstens ihre Sexualität unterdrückte und zweitens heimlich in The Spirit verliebt war, ist Frank Millers Silken genau das pure Gegenteil.

Zu den Schauspielern grundsätzlich kann man sagen, dass keiner, für die ihm Drehbuch geschriebenen Rollen, falsch besetzt wurde, und alle ihre Sache recht ordentlich machen. Samuel L. Jackson als verrückter Octopus hat einige brillante Szenen vorzuweisen, und auch  Eva Mendes wird ihrer Rolle als verführerische Juwelendiebin Sand Saref wirklich mehr als gerecht! Gabriel Macht aka The Spirit geht in der geballten Frauenpower dieses Filmes teilweise fast unter. Trotzdem war es von den Produzenten ein weiser Entscheid keinen männlichen Superstar für diese Rolle zu engagieren, sondern ein unbekanntes Gesicht (So wird The Spirit nicht als Brad Pitt oder Tom Cruise gesehen, sondern als The Spirit!).

Zum Aufbau des Filmes lässt sich sagen, dass zu Beginn das Ganze wie ein auf die Leinwand projiziertes Comic wirkt. Bestes Beispiel hierzu ist der Eröffnungskampf zwischen Octopus und The Spirit. Diese bilderhaften Sprünge sehen wirklich klasse aus und lassen zudem Comicfeeling aufkommen. Danach fällt der Film jedoch in ein Storyloch und es werden zu lange Backgroundstories erzählt, wodurch der Film einiges an Fahrt verliert. Gegen Schluss hin ändert sich dies zum Glück jedoch wieder.

Der Humor und der Look sind klar die Stärken dieses Streifens. Auch Millers Auge für Details ist bemerkenswert. „I’m the Octopus. I got eight of everything!“ sagt Octopus und unterstreicht damit sein Erscheinen. Seine Augenbrauen sind in 8 Abschnitte unterteilt und sogar seine Knarre hat nicht nur einen Lauf, sondern deren acht! Dies ist nur ein Beispiel von vielen lustigen und überzeugenden Andeutungen und Anspielungen die es in auf über 100 Minuten zu entdecken gibt.

„The Spirit“ wird Kenner der Comics enttäuschen und auch das normale Publikum nicht für sich gewinnen können. Als Mainstream-Movie wird er nicht funktionieren, denn dafür handelt es sich hierbei um eine zu eigenwillige Filmproduktion (v.a. den Humor werden die breiten Massen wohl nicht gut aufnehmen können).

Würde Will Eisner noch leben, hätten er und Frank Miller mit diesem Film noch etwas Zusätzliches worüber sie sich streiten könnten…

2.5/5 Totenköpfen

Englischer Teaser

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Deutscher Teaser

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1. Englischer Trailer

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1. Deutscher Trailer

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2. Englischer Trailer

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Über Jerome 617 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus

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