Ewan McGregor und Oliver Assayas am 12. Zurich Film Festival

Weitere illustre Gäste mit neuen Filmen am 12. Zurich Film Festival: Ewan McGregor, Jennifer Connelly und Oliver Assayas

© Zurich Film Festival. All Rights Reserved.
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Das ZFF hat in den vergangenen Tagen weitere Infos veröffentlicht zur kommenden 12. Ausgabe des Festivals. So werden unter anderem Ewan McGregor, Jennifer Connelly und Olivier Assayas am Zurich Film Festival anwesend sein.

Der französische Regisseur Assayas wird am 1. Oktober im Opernhaus Zürich mit dem „A Tribute To…“-Award ausgezeichnet werden. Im Rahmen des 12. Zurich Film Festivals werden unter anderem auch zwölf seiner Filme in einer Retrospektive zu sehen sein.

Desweiteren wird sein neustes Werk «Personal Shopper» (die Ghost-Lovestory vom diesjährigen Cannes Film Festival mit Kirsten Stewart) als Abschlussfilm des Film Festivals fungieren.

Ein weiteres Highlight des ZFF wird das Regie-Debüt «American Pastoral» von Ewan McGregor sein. Der Schotte wird der Gala-Premiere seines Filmes beiwohnen und nimmt auch gleich noch seine Schauspiel-Kollegin Jennifer Connelly mit.

«American Pastoral» ist eine Langzeitstudie einer amerikanischen Familie, welche sich mit sozialen und politischen Unruhen in ihrem Umfeld auseinandersetzen muss.

AMERICAN PASTORAL von Ewan McGregor als Galapremiere Ewan McGregor und Jennifer Connelly als Gäste am ZFF

Der schottische Schauspieler Ewan McGregor und seine Filmpartnerin Jennifer Connelly kommen ans Zurich Film Festival. Er bringt sein mit Spannung erwartetes Regiedebut AMERICAN PASTORAL mit, in welchem er nicht nur hinter der Kamera steht, sondern neben Connelly auch in der Hauptrolle zu sehen ist. Der Film, der am Montag (26.9.) als Galapremiere gezeigt wird, basiert auf dem 1997 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten gleichnamigen Roman von Phillip Roth.

Zum Staraufgebot von AMERICAN PASTORAL gehören neben dem Emmy-nominierten Ewan McGregor (THE IMPOSSIBLE, BEGINNERS) sowie der Oscar-Gewinnerin Jennifer Connelly (A BEAUTIFUL MIND) auch Dakota Fanning (THE RUNAWAYS, THE TWILIGHT SAGA), die Emmy-Award-Gewinnerin Uzo Aduba (ORANGE IS THE NEW BLACK) sowie der Oscar-nominierte David Strathairn (LINCOLN, GOOD NIGHT AND GOOD LUCK).

Der Film begleitet eine US-amerikanische Familie während mehreren Jahrzehnten und zeigt, wie ihr idyllisches Dasein durch soziale und politische Unruhen erschüttert wird. Ewan McGregor spielt Seymour ‚Swede’ Levov, einen einst legendären Highschool-Athleten und inzwischen erfolgreichen Geschäftsmann, der mit der ehemaligen Schönheitskönigin Dawn verheiratet ist.

In ein Gewaltverbrechen verwickelt

Als ihre geliebte Tochter Merry, die angeklagt ist, in ein Gewaltverbrechen verwickelt zu sein, verschwindet, macht sich Swede auf, um sie zu finden und seine Familie wieder zu vereinen. Was er entdeckt, erschüttert ihn zutiefst und zwingt ihn, sich dem Chaos, in dem sich die Welt um ihn herum befindet, zu stellen.

Die Filmadaption stammt von John Romano, welcher auch Michael Connellys Roman ‚The Lincoln Lawyer’ auf die Leinwand brachte und am Drehbuch zu INTOLERABLE CRUELTY mitarbeitete. Der Roman ‚American Pastoral’ bildet den ersten Teil von ‚The American Trilogy’ und fand eine Fortsetzung mit ‚I Married a Communist’ und ‚The Human Stain’. Der letzte Teil wurde unter der Regie von Robert Benton 2003 fürs Kino adaptiert.

AMERICAN PASTORAL wurde von Tom Rosenberg, Gary Lucchesi und Andre Lamal für Lakeshore Entertainment Production produziert und kommt am 17. November im Verleih Ascot Elite in die Deutschschweizer Kinos.

A Tribute to… Award an französischen Regisseur Olivier Assayas Retrospektive mit zwölf Filmen

Der französische Drehbuchautor und Filmregisseur Olivier Assayas erhält den A Tribute to… Award des 12. Zurich Film Festival. Der 61jährige Filmschaffende wird die prestigeträchtige Auszeichnung an der Award Night am 1. Oktober im Opernhaus Zürich persönlich entgegen nehmen. In einer Retrospektive im Filmpodium sind zwölf seiner wichtigen Werke zu sehen.

Olivier Assayas gilt seit den 90er Jahren als einer der herausragenden Regisseure des französischen Films und als Star des europäischen Autorenkinos. Sein thematisch und ästhetisch breit gefächertes Schaffen umfasst über 20 Spielfilme sowie Dokumentationen, Kurzfilme und Drehbücher für andere Regisseure. Oft drehen sich seine Arbeiten um private Beziehungen und die Bedeutung der Kunst in der modernen Welt; in seinen Filmen finden sich jeweils zahlreiche Referenzen an die Filmgeschichte.

„Wir sind sehr stolz und freuen uns, den grossen französischen Filmkünstler Olivier Assayas in Zürich begrüssen und ihm den diesjährigen A Tribute to… Award überreichen zu dürfen“, betonen die beiden ZFF-Co-Direktoren Nadja Schildknecht und Karl Spoerri. „Mit seinem enorm reichen Schaffen in den unterschiedlichsten Genres hat er das moderne europäische Kino nachhaltig geprägt.“

IRMA VEP

Nach seinem Kunst- und Literaturstudium schrieb Assayas zuerst Drehbücher für Regisseure wie André Téchiné und war während sechs Jahren Redaktor bei den renommierten ‚Cahiers du Cinéma’. Bereits sein Erstlingsfilm DÉSORDRE (1986) über das Lebensgefühl der Lost Generation wurde am Filmfestival Venedig ausgezeichnet und etablierte Assayas als einen der herausragenden Filmer seiner Generation, der danach mit Genres wie Coming-of-Age, Melodrama, Science Fiction, Thriller sowie Künstlerporträts und Konzertfilmen brillierte.

Das neue asiatische Kino hat einen prägenden Einfluss auf Assayas’ Schaffen. Bei einer seiner zahlreichen Reisen nach Asien lernt er die Hongkonger Schauspielerin Maggie Cheung kennen, die er in Filmen wie IRMA VEP (1996) besetzt, in dem sie im hautengen schwarzen Latexanzug alle Blicke auf sich zieht. Für ihre Rolle im Film CLEAN (2004), in welchem sie als drogenabhängige Sängerin ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen versucht, wurde sie in Cannes als Beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Assayas’ Filme werden regelmässig ans Filmfestival Cannes eingeladen. Mit der Literaturverfilmung LES DESTINÉES SENTIMENTALES (2000) mit Charles Berling, Isabelle Huppert und Emmanuelle Béart lief erstmals einer seiner Filme im Wettbewerb um die Goldene Palme. Seither ist er ein gern gesehener Gast am Festival. 2002 sorgt er dort mit dem Cyber-Thriller DEMONLOVER, in dem er auch formal neue Wege geht, für Aufsehen.

SILS MARIA

Assayas arbeitet regelmässig mit starken Frauen in den Hauptrollen, etwa mit Judith Godrèche in PARIS S’ÉVEILLE (1991), mit Asia Argento in BOARDING GATE (2007) oder zuletzt mit dem US-Star Kristen Stewart, die sowohl in SILS MARIA (2014) wie auch in seinem neuen Werk PERSONAL SHOPPER (2016) die Hauptrolle spielt.

Im ZFF-Abschlussfilm PERSONAL SHOPPER, einem modernen Mystery-Thriller, jobbt sie als Mode-Assistentin einer prominenten Persönlichkeit. Maureen (Stewart) finanziert damit ihr Leben in Paris, wo sie Zeichen ihres kürzlich verstorbenen Zwillingsbruders empfängt. Der Film wurde im Mai in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnet.

Ein hervorstechendes ästhetisches Merkmal der Filme von Olivier Assayas ist die Kunst der Auslassung. Neben der virtuosen elliptischen Erzählweise ragen kühne harte Schnitte, eine mobile Handkamera sowie eine effektvoll eingesetzte Pop- und Rockmusik heraus. Der innovative Soundtrack seiner Filme wartet mit Musik etwa von Sonic Youth, Brian Eno, Ry Cooder und John Cale auf.

PERSONAL SHOPPER von Olivier Assayas kommt im Verleih Filmcoopi am 14. Dezember in der Romandie und am 19. Januar in der Deutschschweiz ins Kino.

ZFF
Über Jerome 613 Artikel
Admin von Splatterwelt.ch und Filmkritiker bei SRF-Virus

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