Hereditary (2018) [Film-Review]

Kritik zum Film «Hereditary» von Regisseur Ari Aster.

© A24. All Rights Reserved.

Land: USA
Jahr: 2018
Regisseur: Ari Aster
Schauspieler: Toni Collette, Gabriel Byrne, Alex Wolff, Milly Shapiro, Ann Dowd, Zachary Arthur, Mallory Bechtel, Mark Blockovich, Gabriel Monroe Eckert, John Forker, Austin R. Grant, Rachelle Hardy…
Laufzeit: ca. 127 Minuten
Altersfreigabe: TBA
Release-Datum: 19. Juli 2018 (Kino – Ascot Elite)
Offizielle Homepagewww.hereditary.movie

Inhalt: Familie Graham führt ein beschauliches Leben: Annie (Toni Collette) ist eine liebevolle Mutter und lebt zusammen mit ihrem Mann Steve (Gabriel Byrne) und ihren beiden Kindern Peter (Alex Wolff) und Charlie (Milly Shapiro) etwas abgelegen am Waldrand. Als Annies Mutter Ellen, das Oberhaupt der Familie, stirbt, ahnt noch niemand Böses. Doch als Annie nach verwirrenden und zunehmend verängstigenden Ungereimtheiten dunkle Familiengeheimnisse aufdeckt, ist es schon zu spät: Für Familie Graham beginnt plötzlich ein Wettlauf gegen ihr unheilvolles und vorbestimmtes Schicksal, welches ihre Ahnen ihnen hinterlassen haben…  (Ascot Elite.ch)

Einige Bilder zum Film

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© A24. All Rights Reserved. via Youtube

Mein Fazit:

Als sich im Januar 2018 der Boutique-Filmverleiher „A24“ die Rechte zu «Hereditary», für 1.5 Mio US-Dollar sicherte – noch bevor der Film seine Weltpremiere am Sundance Filmfestival feiern konnte – da wusste jeder Horror-Fan: da kommt etwas ganz Grosses.

Das Spielfilm-Debüt von Regisseur Ari Aster nimmt sich dem Thema der Trauer an – wie geht man mit dem Verlust eines geliebten Menschen um. Der Film eröffnet auch gleich zu Beginn, dass es in der Familie schon andere tragische Verluste gab, und dass psychische Erkrankungen ein Familien-Dauerthema waren. Dadurch sind die Leitplanken des Plots gelegt, als Zuschauer glaubt man zu wissen, in welche Richtung es geht…

Was «Hereditary» aus diesem Auftakt anschliessend macht, ist schlichtweg brillant. Weitere Schicksalsschläge führen die vierköpfige Familie in ein immer tieferes und dunkleres Loch. Gleichzeitig entdeckt man gemeinsam mit den einzelnen Familienmitgliedern auch Hinweise auf Übernatürliches, z.B. in Form von neuen/anderen Wegen um mit den Verstorbenen zu kommunizieren, aber auch durch Familien-Geheimnisse die angedeutet werden.

Dadurch weiss man nie genau, welchen Hinweisen man nun glauben soll – man fühlt sich dabei stets zwischen Stuhl und Bank. Ist das im Film Präsentierte tatsächlich eine Geister-Beschwörung, oder ist es eine schwere psychotische Episode der Film-Figur?

Schauspielerisch überzeugt «Hereditary» komplett – mit Toni Collette und Gabriel Byrne sind zwei der momentan besten Schauspieler auf der Leinwand vereint, aber auch die beiden Jung-Schauspieler Alex Wolff und Milly Shapiro überzeugen auf der ganzen Linie.

«Hereditary» ist kein Horror-Film, der von Jump Scares lebt. Es dürfte also nicht überraschen, dass mir bei der Visionierung wohlwollende Erinnerungen an «The Babadook» und «The Witch» aufgekommen sind.

Wer sich auf den langsam aufbauenden Plot und die irritierende Grund-Stimmung einlässt, wird mit einer sich immer mehr in den Wahn steigernden Psycho-Horror-Perle belohnt. Der eine oder andere Kinogänger wird am Schluss des Filmes wohl ziemlich baff im Kino sitzen bleiben #Mindfuck

So muss Horror im Jahr 2018 aussehen!

4/5

Official Trailer

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